HINTERGRUND
GOVERNMENT CONSTRUCTION  STRATEGY

Adrian August Wildenauer

Wie bereits schon in den 1990er ist die britische Politik proaktiv damit beschäftigt, die Bauindustrie auf Effizienz zu trimmen. Dazu wurde erst 2011 die letzte Strategie verabschiedet, die klar beschreibt, dass es einen Änderungsbedarf in der Industrie benötigt und man ein Einsparpotenzial von durchschnittlich 15% erwartet.
In welchem Zustand ist nun die britische Bauindustrie – trotz oder vielleicht gerade wegen Egan und Latham?

  • Unzureichende und inkonsistente Vertragspraxis, besonders im öffentlichen Sektor (sic!)
  • Geringe Standardisierung von Bauleistungen, Bauprozessen und IT
  • Hoher Fragmentierung der Bauindustrie
  • Mangelnde Zusammenarbeit zwischen Kunden und Anbieter

Um dies zu ändern, hat die britische Regierung ein umfangreiches Programm vorgelegt und zum grössten Teil schon umgesetzt, das unter https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/61152/Government-Construction-Strategy_0.pdf zu finden ist und wertvolle Anregungen enthält, die man auch auf dem europäischen Festland umsetzen müsste.

Diese sind, auch hinsichtlich der Strategie bis 2025 u.a.:

  • Smart construction und digitales Design (und damit auch BIM!)
  • Carbonreduziertes und nachhaltiges Bauen
  • Verbesserte und erhöhte Handlungsfähigkeit durch Zusammenarbeit

Interessant bei diesen Strategiepapieren ist, dass sie regelmässig aktualisiert werden und der Status kommuniziert wird – auch bei vermeintlichen «Misserfolgen».
Quelle: www.integrale-planung.net