Management von Projektinformationen bei Tunnel-Großprojekt

Management von Projektinformationen bei Tunnel-Großprojekt

Im Herbst des vergangenen Jahres erhielt die Ed. Züblin AG, Tochtergesellschaft des europäischen Baukonzerns STRABAG SE, den Auftrag für den Bau von insgesamt 11,9 km Tunnel für das Abwassersystem der Stadt Singapur. Die Bauarbeiten für das Teilprojekt mit einem Bauvolumen von 309 Mio. € sind im September 2017 im Stadtstaat gestartet. Im Jahr 2023, nach etwa 60 Monaten, sollen die Baumaßnahmen am Los T07 des Deep Tunnel Severage System 2 (DTSS2) abgeschlossen sein.

 

Die STRABAG SE erhielt den Auftrag für den Bau von insgesamt 11,9 km Tunnel für das Abwassersystem der Stadt Singapur.

Die STRABAG SE erhielt den Auftrag für den Bau von insgesamt 11,9 km Tunnel für das Abwassersystem der Stadt Singapur. (STRABAG)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt arbeiten ca. 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Baustelle. Darunter sind ca. 90 Angestellte in verschiedenen Büros, die sich größtenteils um die Planung, Arbeitsvorbereitung und Abwicklung kümmern. Sobald die vier Tunnelbohrmaschinen (TBMs) mit dem Vortrieb starten, beginnt die eigentliche Hochphase des Bauvorhabens. Zu diesem Zeitpunkt werden dann mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon ca. 150 Angestellte, an dem Projekt mitarbeiten. Die Auftraggeberin, die nationale Wasserbehörde Singapurs (PUB), setzt bereits seit mehreren Jahren auf die Projekt-Informationsmanagementsoftware (PIM-Software) von Newforma und hat damit positive Erfahrungen beim Handling von Projekten in dieser Größenordnung gemacht.

Ein Datenstamm für alle Informationen

Bauingenieur Andreas Ratzke, IT-Verantwortlicher für das Tunnelbauprojekt in Singapur, agiert als IT-Koordinator beim Stuttgarter Bauunternehmen Züblin und hat sich schon mit verschiedenen Plattformen für den Austausch und das Management von Projektinformationen auseinandergesetzt. Denn auch die Tunnelbau-Direktion der Ed. Züblin AG ist aktuell auf der Suche nach einer durchdachten IT-Lösung für solche Großprojekte. „Die meisten Softwareprogramme sind bei uns durchgefallen, da die Daten bei vielen auf dem Markt erhältlichen Systemen physikalisch von den Anwenderinnen und Anwendern auf eine Online-Plattform transferiert werden müssen. Doch daran halten sich gewöhnlich nicht alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weshalb stets nicht alle Projektinformationen für die beteiligten Teams zugänglich sind. Bei verschiedenen Datenstämmen, die zum einen im gewohnten Windows-Explorer und zum anderen in einem Dokumentenmanagement-System (DMS) abgelegt sind, erfolgt die Suche nach Informationen immer an zwei verschiedenen Stellen, was sehr umständlich ist“, führt er weiter aus. „Newforma war die einzige Lösung, die mit dem Windows-Explorer direkt verknüpft ist. Das heißt, alle Beteiligten arbeiten wie gewohnt mit ihren Standard-Programmen wie Microsoft Word, Excel oder Power Point und legen diese in der Windows-Fileablage ab. Trotzdem sind die Informationen hier für alle anderen im Projektteam stets verfügbar. Neben den Arbeitsdokumenten werden auch die E-Mails über Newforma direkt in der Windows-Fileablage abgelegt, sodass alle Informationen an einem Ort sind. Das ist ein unschätzbarer Vorteil. Hinzu kommt, dass die Software speziell für die Anforderungen der Bauindustrie konzipiert wurde und somit mit vielen Elementen, beispielsweise mit intelligenten Viewern, Redlining oder einer OCR-Texterkennung, ausgestattet ist, die für unsere tägliche Arbeit unabdingbar wichtig sind. Newforma erfüllte diese Kriterien allesamt, weshalb wir uns umgehend für die PIM-Lösung entschieden und diese im Dezember 2017 eingeführt haben“, berichtet der IT-Koordinator.
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