Leitfaden Geodäsie und BIM

Einleitung

Beitrag von Robert Kaden und Robert Seuß

Building Information Modeling (BIM) ist mit dem klaren Bekenntnis der öffentlichen Auftraggeber auf Bundes- und Landesebene zur Einführung moderner, IT-gestützter Prozesse und Technologien bei Planung, Bau und Betrieb von Bauwerken in den Fokus gerückt. Dieses Bekenntnis wurde u.a.
durch den Stufenplan „Digitales Planen und Bauen“ des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) oder auf Landesebene z.B. durch den Koalitionsvertrag für Nordrhein-Westfalen 2017 – 2022 formuliert und stellt nun die am Bau beteiligten Gewerke vor die Herausforderung, die BIM-Methode zielgerichtet im Unternehmen einzuführen und gewinnbringend zu nutzen. BIM soll eine verbesserte Visualisierung von Projektvarianten, deutlich weniger Planungsfehler und einen reibungsloseren Bauablauf auf der Grundlage von computergestützter Kollaboration und Simulationen bieten. Ab er welche Rolle spielt dabei der Geodät? Wie können raumbezogene Daten und Modelle BIM-konform erfasst und in der Software verwaltet, berechnet und visualisiert werden?
Ändern sich die Prozesse in Hoch- und Tiefbau und welchen Einfluss hat dies auf die Ingenieurgeodäsie? Gibt es Seiteneffekte für das Landmanagement und welche Rolle spielen dabei die öffentliche Vermessungsverwaltung durch ihre Geobasisdaten und Geodateninfrastrukturen? Wie funktioniert eigentlich eine zuverlässige Georeferenzierung in BIM-Systemen? Und welche rechtlichen Fragestellungen gilt es zu beachten?

Der DVW–Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement e.V. und der Runde Tisch GIS e.V. nahmen sich dieser und weiterer Fragen an und erstellten in Zusammenarbeit mit Experten aus Wissenschaft, Unternehmen und Verwaltung den aktuellen Leitfaden „Geodäsie und BIM“. Der Leitfaden richtet sich an Vermessungs- und Bauingenieure, Geodatenmanager und Planer in Unternehmen und Verwaltung und fokussiert die praktische Umsetzung der BIM-Methode aus geodätischer Sicht mit den folgenden Themenschwerpunkten:

BIM in der Ingenieurgeodäsie: Wie wirkt sich BIM auf die ingenieurgeodätischen Leistungen Bestandsdokumentation, Absteckung und Monitoring aus? Welche Anforderungen ergeben sich bei Planung, Entwurf, Bauausführung und Bewirtschaftung von Bauwerken für Geodäten?

GIS und BIM: Wie können Bauwerksmodelle (BIM) mit den Geobasisdaten wie Kataster, Gelände, Landschafts- und 3D- Stadtmodellen (GIS) genutzt werden?

Runder Tisch GIS e. V.

c/o
Technische Universität München
Lehrstuhl für Geoinformatik
Arcisstraße 21
80333 München

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