Implementierungsstrategie BIM-WSV 2030, BIM für die Wasserstraße

BIM Software; BIM Manager; BIM Koordinator; BIM Schulung; BIM Management; BIM Events

BIM-Masterplan für die Wasserstraße

1. Veranlassung

Die Implementierungsstrategie beschreibt die nachhaltige und phasenweise Implementierung von BIM in der WSV bis 2030. Ziel ist die flächendeckende Anwendung von BIM über den gesamten Bauwerkslebenszyklus. Das vorliegende Dokument knüpft an den Stufenplan Digitales Planen und Bauen an und definiert das gemeinsame Verständnis von BIM als kooperative, digitale Arbeitsmethode bei der Realisierung, dem Betrieb und Rückbau von Großprojekten bzw. Bauwerken in der WSV. Es wurde aufbauend auf das Ziel- und Zukunftskonzept BIM-WSV 2030 erarbeitet und stellt hierzu den aktuellen Stand dar.

Insbesondere durch eine konsequente Erstellung, Pflege und Nutzung digitaler Zwillinge der Bauwerke bis hin zum gesamten Wasserstraßennetz kann für Betrieb und Unterhaltung eine verlässliche Grundlage für die Nutzung von Bestandsdaten aus zentralen IT-Systemen geschaffen werden, auf die BMDV und alle Organisationsebenen der WSV, insbesondere die WNÄ, WSÄ und Fachstellen der WSV, gleichermaßen zugreifen können. Im bisherigen Projektverlauf wurde nachgewiesen, dass durch die Verwendung von 3D-Modellen und die Durchführung von Kollisionsprüfungen zwischen unterschiedlichen Fachplanungen Problemstellen identifiziert werden können, die in konventionell geplanten Projekten erst in der Bau- oder Betriebsphase erkannt worden wären und zu kostenintensiven Umplanungen bzw. baulich oder betrieblich problematischen Behelfslösungen geführt hätten.

 

2. Ausgangslage

IT-Fachanwendungen und das Arbeiten mit einer gemeinsamen Datenbasis stellen zentrale Themen der BIM-Methodik als Teil der Digitalisierung dar. Die WSV ist bereits heute, durch die Nutzung unterschiedlichster, teils vernetzter IT-Fachanwendungen zur Informationsgewinnung und Projektbearbeitung, auf die Einführung und Entwicklung von BIM vorbereitet. Die IT-Fachanwendungen der WSV bilden die Grundlage für die vernetzte kooperative Zusammenarbeit aller an Planung und Bau Beteiligten bzw. der späteren Nutzer.

Beispielhaft sei hier die Vernetzung zwischen WInD (Wasserstraßen-Infrastruktur-Daten), WSVPruf (Prüfprogramm für Bauwerke nach VV-WSV 2101) und DVtU (Digitale Verwaltung technischer Unterlagen mit Bearbeitungs- und Archivbereich) genannt. Durch die Vernetzung entfallen
redundante und damit für Widersprüche anfällige Daten. Während eines Planungs- und (Bau-)Ausführungsprozesses können hier der Bauherr, die Planer, die genehmigenden Stellen des BMDV und der GDWS sowie die bauausführenden Unternehmen auf gleiche und eindeutige Unterlagen zugreifen. Weiterhin können Änderungen eingegeben, nachverfolgt und zeitnah verwendet werden.

Quelle und weiterlesen: www.gdws.wsv.bund.de