Digitales Bauen bei der Deutschen Bahn

Das Building Information Modeling (BIM) wird mehr verändern als nur die technischen Plattformen für das Planen, das Bauen sowie das Projektmanagement

Die Methode des digitalen Planens und Bauens baut auf Transparenz, Vertrauen, Offenheit und Kooperation aller Projektpartner in sämtlichen Phasen – von der Projektidee und der Bedarfsanalyse über die Planung, die Genehmigungsverfahren, der Auftragsvergabe, der Ausführung bis zur Abrechnung und Inbetriebnahme. Auch der Betrieb sowie die Wartung, Instandhaltung und Erneuerung bzw. der Rückbau können durch ‚Building Information Modeling‘ gemanagt werden.  Die bisherigen Erfahrungen mit BIM im Projekt Tunnel Rastatt sind durchweg positiv: Die Qualität der Planung und Projektsteuerung konnte bereits deutlich verbessert werden. Daher soll BIM künftig bei allen Großprojekten der Bahn eingesetzt werden.

„Als größter Betreiber von Schieneninfrastruktur in Europa haben wir eine Pionierrolle bei BIM übernommen“, sagt Heinz Ehrbar, Leiter Management Großprojekte bei der DB Netz AG. „In fünf Jahren werden alle neuen standardisierbaren und komplexen Projekte mit BIM geplant. Damit senken wir die Kosten um zehn Prozent, sorgen für mehr Nachhaltigkeit und schaffen attraktive Arbeitsplätze.“

Das digitale Bauen hat zudem Vorteile für die Öffentlichkeit im Projektumfeld: Mehr Transparenz der Planung ermöglicht eine bessere Bürgerbeteiligung. Digitale Werkzeuge unterstützen die Diskussion um Trassenvarianten oder die Gestaltung von Ingenieurbauwerken. In den Genehmigungs-verfahren können technische Details visualisert und damit verständlicher dargestellt werden. Damit bedeutet BIM einen Kulturwandel bei allen Projektbeteiligten.

Quelle und weitere Informationen: Deutsche Bahn

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