Digitales Immobilienmanagement – Welche Rolle spielt BIM?

Ralf Golinski

Digitales Immobilienmanagement – Welche Rolle spielt BIM?

Interview zur BIM World Munich 2017
Ralf-Stefan Golinski, M.A., Mitgründer und Beiratsvorsitzender des CAFM RING e.V., Verband für die Digitalisierung im Immobilienbetrieb. Autor und PR-Berater, Immo-Kom.

BE: Herr Golinski, was ist aus Ihrer Sicht die Besonderheit der BIM World?
RG: Wir erleben seit ca. 2 Jahren eine Vielzahl von Initiativen, die sich mit den Herausforderungen, dem Einsatz und den Nutzen von BIM als wesentliches Element bei der Transformation zur Digitalisierung der Immobilienwirtschaft befassen. So begrüßenswert das auch ist: Die BIM World MUNICH ist die zentrale Plattform im deutschsprachigen Markt, die diese Initiativen in ihrer Gesamtheit umfasst und abbildet. Dadurch spiegelt sie – übrigens als einzige mit bekannte Plattform – exakt das ab, worauf es bei BIM entscheidend ankommt: Eine neue Kultur der kollaborativen Zusammenarbeit über die einzelnen Phasen im Immobilienlebenszyklus hinweg. Und eben das führt dazu, dass man auf der BIM World MUNICH ein sehr „bim – affines“ Publikum antrifft, das sich dieser neuer Kultur kenntnisreich verbunden fühlt und offen ist für neue Wege und neue Geschäfte.

BE: Was tragen Sie dieses Jahr bei?
RG: ​Ich habe mich in diesem Jahr dafür eingesetzt, dass wir mit einem Workshop „Digitales Immobilienmanagement – Welche Rolle spielt BIM in der Digitalisierungsstrategie?“ und gezielten Beiträgen aus der Praxis auch die Relevanz von BIM im Gebäudebetrieb hervorheben. Die Verantwortlichen für den Betrieb von Immobilien und technischen Anlagen müssen nicht erst darauf warten, dass sie etwa die digitalen Daten aus der Realisierungsphase im Sinne von „as build as …“ erhalten. Methoden aus dem Building Information Modeling, oder ein abspracheloser Austausch von Daten zu Flächen, technischen Anlagen oder Dokumenten macht auch als „little BIM“ großen Sinn.
Darüber hinaus ist die Bedeutung des rechtlichen Rahmens bei der firmenübergreifenden Bearbeitung von Datenmodellen nicht zu unterschätzen. Was muss etwa vertragsrechtlich bereits vor Beginn der Planung mit BIM Methoden beachtet? Und wie müssen mögliche Haftungsfragen bei der gleichzeitigen Bearbeitung von BIM-Modellen geregelt sein? Auf diese und weitere rechtliche Fragen wird ein zweiter Workshop Antworten geben: „BIM und Recht“.           ​

BE: Was kann der Besucher konkret mitnehmen?
RG: ​Orientierung und Entscheidungssicherheit! Die Besucher bekommen konkrete Antworten auf Ihre Fragen zur Lage, Herausforderung und Nutzen von BIM im deutschsprachigen Markt und darüber hinaus. Sie erfahren von neuen Geschäftsmodellen, die sich erst mit BIM eröffnet haben. Und sie schließen neue Geschäftskontakte. Sie erhalten so mehr Sicherheit für notwendige Entscheidungen auch über die eigene Unternehmung. Denn die Dynamik für die digitale Transformation ist groß. Und wer jetzt nicht gut aufpasst und sich ein möglichst konkretes Bild von den ak⇒tuellen Entwicklungen macht, der kann schon morgen zu den Verlierern gehören – Stichwort „Disruptive Geschäftsmodelle“!   ​

BE: Vielen Dank Herr Golinski!

⇒ Das komplette Workshop-Programm finden Sie hier. 
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