Praxisbeitrag: Projektrealisierung mit BIM ab Leistungsphase 5

02.08.2017
Aus den Unternehmen
Marko Röschenkemper, BIM-Manager bei der Brüninghoff GmbH & Co. KG in Heiden (Münsterland), schildert in diesem Fachbeitrag aus der Praxis die Projektrealisierung mit Building Information Modeling (BIM) ab Leistungsphase 5 von der Ausführungsplanung bis hin zur Objektbetreuung.
Eine Vielzahl von Schnittstellen prägt die Planung und Ausführung von Bauvorhaben. Unterschiedliche Beteiligte tragen Informationen zu dem Gesamtprojekt bei. Wesentlich erleichtert wird dieser Prozess durch Building Information Modeling (BIM). Durch die gemeinsame, gewerkeübergreifende Arbeit lassen sich Planungsfehler meist bereits vorab lokalisieren und müssen nicht mehr auf der Baustelle behoben werden. Brüninghoff integriert alle Daten im virtuellen Modell und setzt dies in die Praxis – bis hin zur Übergabe an den Bauherren zur Objektbetreuung – um. Daten und Informationen über den gesamten Bauprozess zu erhalten: Das ist der zentrale Faktor von Building Information Modeling (BIM). BIM dient dem Schnittstellenmanagement aller Projektbeteiligten im 3D-Modell. Die hier integrierten Daten lassen sich zur Präsentation und im Dialog mit dem Auftraggeber nutzen – bereits ab der Entwurfsphase, über die gesamte Planungs- und Montagephase bis hin zur Dokumentation. In der Angebotskalkulation erleichtern sie die Massenermittlung. Fehler können bereits vorab ausgeschlossen werden und eine bessere Planungssicherheit ist gegeben. Die Vorteile der hohen Informationsdichte eines BIM-Modells wird oft verkannt und die teils kostspielige CAD-Software nur als eine Art virtuelles 2D-Zeichenbrett genutzt. Die eingegebenen Informationen bleiben dadurch für die nachfolgenden Projektphasen und Prozesse ungenutzt. Oftmals wird bis Leistungsphase 4 im Closed BIM-Verfahren gearbeitet. Nur ein Softwaresystem mit wenigen Nutzern ist am Prozess beteiligt. Doch auch ab Leistungsphase 5 lässt sich die BIM-Methode gewinnbringend einsetzen.
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