Der Bund baut mehr BIM-Kompetenz auf

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Der Bund baut mehr BIM-Kompetenz auf

Die öffentliche Hand will Building Information Modeling (BIM) Beine machen. Um voranzukommen, hat sie Kompetenzzentren eingerichtet. Allerdings stand lange der Infrastrukturbau im Fokus, der Hochbau spielte eine untergeordnete Rolle. Das soll sich ändern.

Die Einführung von BIM haben einige Länder deutlich konsequenter vorangetrieben als Deutschland. In Großbritannien ist das Konzept seit 2012 Teil der National Construction Strategy, auch Skandinavien hat mehr Tempo vorgelegt. Doch mittlerweile geht es auch hier in Sachen Digitalisierung und BIM voran, bestätigt Daniel Mondino, Professor für Digitales Integriertes Prozessmanagement – Planen an der HafenCity Universität Hamburg. Aber „wir haben nicht alle Stakeholder, die für durchgehende digitale Prozesse verantwortlich sind, mit an Bord geholt“.

BIM stößt immer noch auf Vorbehalte
Nach wie vor gibt es sowohl auf Seiten der Auftraggeber als auch der Auftragnehmer Vorbehalte. Was den Deutschen bei der Einführung fehle, so Mondino, sei Innovationsfreude, Neugierde und „das Anpacken von Dingen ohne zu wissen, wie es ausgehen wird“. Andere Länder seien offener und förderten die Entwicklung neuer Prozesse damit. Konkret bedeutet das, dass z.B. in Großbritannien BIM bereits seit dem 1. Januar 2016 bei öffentlichen Bauprojekten vorgeschrieben ist. Zu diesem Zeitpunkt hatte der damalige Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) gerade mal einen Stufenplan zur Einführung vorgelegt mit dem Ziel, dass BIM ab 2020 bei allen Infrastrukturprojekten zum Einsatz kommen muss.

Der Hochbau war damals noch ausgenommen. Das habe auch daran gelegen, dass die zuständigen Bundesministerien unterschiedliche politische Farben hatten, sagte Jan Tulke, Geschäftsführer der Gesellschaft planen-bauen 4.0, am Rande der digitalBAU Mitte Februar in Köln. Das Verkehrsministerium war von der CSU, das Bauministerium von der SPD geführt. Zudem hätten einzelne Personen negative Erfahrungen bei mit BIM ausgeführten Projekten gemacht. Da sei es vor allem um Projekte der US-Army in Deutschland gegangen. Die Amerikaner hätten BIM gefordert. Bei der Ausführung habe das die Beteiligten auf deutscher Seite überfordert, meint Tulke.

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