Kurzinterview RUG DACH Oliver Langwich

BE: Herzlichen Willkommen zum Kurzinterview auf www.BIM-Events.de. Wir steigen sofort ein.
Herr Langwich, Sie sind Leiter der Revit-User-Group DACH. Was tut diese Gruppe und gibt es auch Gruppen in anderen Ländern? Wenn ja, sind diese verbunden und tauschen sich aus?

Oliver Langwich: Zunächst möchte ich vorwegschicken, dass ich die RUG D-A-CH zwar gemeinsam mit Thomas Hehle 2011 gegründet habe, die Leitung teilen wir uns aber mit drei weiteren Mitstreitern, nämlich Wolgang Sünder, Markus Hiermer und Björn Teutriene. Unsere selbst gesteckten Aufgaben und Ziele wären ansonsten auch gar nicht umsetzbar. Wir verstehen uns als unabhängige Non-Profit Organisation, die u.a. Wünsche und Interessen der Revit-Anwender an den Hersteller Autodesk kommuniziert. Dafür wird von uns jedes Jahr eine Wunschliste basierend auf den Nutzer-Ideen / Anforderungen erstellt und zur Abstimmung gebracht (BE: Zuletzt auch über BIM-Events.de). Die Top-Ten Wünsche können wir anschließend den Autodesk Entwicklern direkt übergeben. Diese Möglichkeit bekommen weltweit nur die RUG China, RUG Japan sowie die Autodesk User Group International (AUGI).

Es gibt weltweit noch viele User-Groups mehr, in Europa z.B. in den Niederlanden (Dutch RUG) oder Frankreich (Le Paris RUG), Manchester (MRUG), San Francisco (SFRUG) oder New York (NYCrug). Ein Hauptschwerpunkt jeder RUG ist  dabei der Wissens-Austausch sowie das Netzwerken. Hier sehe ich persönlich den wichtigsten Teil einer RUG und mit Thomas zusammen, führen wir seit 2013 mehrere lokale Anwendertreffen pro Jahr in ganz Deutschland durch. Immens wichtig ist dabei für uns die Unterstützung durch Architektur- und Ingenieurbüros, Bauunternehmen, Unternehmen der Bauindustrie usw., die uns mit Räumlichkeiten, Getränken und teilweise sogar mit einem Catering unterstützen.

BE: Ihre Gruppe besteht bereits seit ein paar Jahren. Wie haben sich die Themen verändert und was ist aktuell von Belang?

Oliver Langwich: Bei fast jedem Treffen gibt es Fragen zu Schnittstellen, zu Workflows. Wie komme ich mit unterschiedlichen Fachplanern und gleicher Software (Revit) in einem Projekt zusammen und wie stelle ich das bei unterschiedlichen Software-Lösungen an? Wie muss ich mein Tragwerksmodell aufbauen, damit ich es optimal in meine Statik-Lösung übertragen kann und zurück? Weiterhin hatten wir schon sehr interessante und für den Hersteller ergiebige Diskussionen über „BIM-Content“ oder die Frage nach der
Geländemodellierung.
Aktuell steht das Thema Visuelle Programmierung mit Dynamo sowie die Verwendung von Revit bei Infrastrukturbauwerken hoch im Kurs.

BE: Was empfehlen Sie Revit Einsteigern bei Ihren Treffen? Was können Profis dort lernen?

Oliver Langwich: Nutzt einfach die Chance mit Gleichgesinnten, Erfahrenen wie Neueinsteigern ins Gespräch zu kommen. Jeder kann immer wieder noch neues dazu lernen, auch erfahrene Cracks mit nunmehr 10 Jahren Revit-Erfahrung wie ich. Die Treffen bieten aus meiner Sicht immer wieder auch Inspiration, besonders dann, wenn Firmen / Gastgeber von Ihren Erfahrungen berichten. Last but not least macht es einfach Spaß dabei zu sein und bei einer Hopfenschorle oder einem ähnlichen Getränk, zu fachsimpeln.
Eines vielleicht noch am Schluss: eine RUG lebt durch ihre  „Mitglieder“ und ihre Themen! Deshalb möchte ich an dieser Stelle auch dazu aufrufen, mitzumachen. Ob mit einer Präsentation bei einem Treffen, als Ideengeber für ein Thema bei einem Treffen oder als Helfer bei der Organisation der Treffen / der Wunschliste. Kommt einfach auf uns zu.
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